Man muß sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet. (Paul Cezanne)

Daniel Anhut

Zu Besuch bei Elisabeth

Dieses Sanatorium wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zur Behandlung von Lungenkrankheiten errichtet, neben verschiedenen Gebäuden, gab es eine weitläufige Parkanlage, umgeben von einem weitläufigen Waldgebiet. Die Eigentümer, ein jüdisches Ärztepaar, flüchtete aus Deutschland nach Machtergreifung der Nazis. Das Sanatorium wurde durch eine neue Belegschaft weiter genutzt.

In der DDR wurde die Anlage als Heilstätte für Haut- und Lymphdrüsentuberkulose genutzt, später als Hautklinik. 1994 wurde die Klinik mit einem größeren Krankenhaus zusammengelegt und die Anlage fiel in einen Dornröschenschlaf. Durch den Bau einer Schnellstraße in direkter Nähe, wurden Ideen zu einer neuen Nutzung durch die hohe Lärmbelastung verworfen. Das Gebäude wurde 2005 unter Denkmalschutz gestellt, da sich jedoch kein Investor gefunden hatte, verfiel das gesamte Gelände.

Nach meinen Besuchen wurde das Hauptgebäude durch verschiedene Graffitikünstler "dekoriert". Persönlich war ich seitdem nicht mehr dort und kenne die Kunstwerke daher nur von Bildern anderer Fotografen.

Ich habe das Gelände noch ein zweites Mal besucht, da mir beim ersten Besuch die Idee zu einem Shooting mit dieser Kulisse gekommen ist. Das Ergebnis findet ihr hier.