Man muß sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet. (Paul Cezanne)

Daniel Anhut

Kulissen für die Traumfabrik - I

Ein Ort, der mich immer wieder angezogen hat und auch sicherlich wieder anziehen wird, ist dieses gigantische Chemiewerk. Es gibt wenig verlassene Orte, die mich aufgrund der gigantischen Dimensionen so staunen ließen, man kam sich jedes Mal so klein vor und konnte kaum alles erfassen. Aber zum Glück gab und gibt es dafür ja Ultraweitwinkelobjektive, so konnte man doch einige Perspektiven einfangen.

Die Bilder von diesem Areal werde ich auf zumindest zwei Beträge aufteilen, da es einfach riesig ist und sich bei jedem Besuch neue Perspektiven und Motive finden ließen. Aber selbst in diesem Post wird es schon einiges an Bildmaterial geben.

Egal von welcher Seite man das Gelände betreten hat, es erwarteten einen sofort gigantische und fast irreal erscheinende Gebäude, deren vorherige Nutzung sich zumindest mir als "Chemiewerks-Laien" teilweise auf den ersten Blick nicht sofort erschlossen hat. Oft standen sie auch sehr vereinzelt auf dem Areal, was ihre eigentümliche Wirkung nur verstärkte. Die Dimensionen wirkten noch einmal stärker, sobald man die gigantische Produktionshalle betreten hatte. Dieses Gefühl des Staunens lässt sich leider kaum auf Bildern transportieren.

Schnell wurde einem auf dem Gelände auch klar, wieso es für Filmproduktionen oft genutzt wurde und sicherlich noch wird. Es war eine perfekte Kulisse für jeden Kriegsfilm oder andere Produktionen, die zerstörte Gebäude benötigten, der ein oder andere bekannte Film aus Hollywoods Traumfabrik fand hier bereits seine Kulissen.

Auch bekannte Graffiti-Künstler wie Kim Köster oder Plotbot KEN haben hier ihre Kunstwerke, zum Teil sehr gut versteckt, hinterlassen. Es hat viel Spaß gemacht sie zu suchen und zu finden, gerade drei Werke von Plotbot KEN in einem gut versteckten unterirdischen Raum haben meinen Entdeckergeist sehr herausgefordert. 

Hier zum Abschluss noch mal ein paar gemischte Impressionen und Details, aus verschiedenen Bereichen der Anlage. Aufgrund der Vielzahl und Größe der Gebäude konnte ich bisher bei jedem Besuch noch Neues und Sehenswertes finden. 

Insgesamt muss ich sagen, der Nervenkitzel und das Staunen beim ersten Besuch war riesig, hat aber auch bei den folgenden Besuchen kaum nachgelassen. Aufgrund meiner Höhen- und Risikoaversion brauchte ich an einigen Stellen einiges an Mut, jedoch hielt ich mich trotz Neugier und "fotografieren wollen" von anderen Stellen fern, da doch einige Risiken (ungesicherte Höhen, Löcher in den Böden, Chemikalien, ...) lauerten.